Das Leben Walter Womackas 1954 bis 1965

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1954 bis 1965 – Prägende Jahre in seinem künstlerischen Schaffen

Mit dem Beginn seiner Lehrtätigkeit an der Hochschule in Berlin-Weißensee verlegt Womacka seinen Wohnsitz von Weimar nach Berlin-Pankow. Im gleichen Jahr führt er erste baugebundene Arbeiten aus.

1955 wird Womacka nach einer Ausstellung 50 seiner Arbeiten im Berliner Kulturbundhaus „Erich Weinert“ auf Vorschlag von Oscar Nerlinger als Berater bei der Ausgestaltung von Stalinstadt, dem heutigen Eisenhüttenstadt, mit Werken baugebundener Kunst verpflichtet. Ein Aufenthalt im Mecklenburgisch Neu-Lewin im selben Jahr wird zur Grundlage des 1956 fertig gestellten Gemäldes „Rübenhackerinnen“.

 

 

 

1956 wird dieses, zusammen mit Ölstudien, Aquarellen, Gouachen und Zeichnungen, die auf seiner Studienreise nach Bulgarien im Mai und Juni 1956 entstanden, zur Eröffnung des Neubaus der Hochschule Berlin-Weißensee im selben Jahr ausgestellt. Ebenfalls 1956 entstehen erste Bildentwürfe zum Thema „Arbeitspause“, aus denen nach fünf Fassungen 1958 das Gemälde „Rast bei der Ernte“ wird und Womacka beginnt mit der Arbeit an Entwürfen eines Natursteinmosaiks für das Haus der Organisation, dem heutigen Rathaus Eisenhüttenstadt. Die Fertigstellung dieses Mosaiks wird in dem DEFA-Dokumentarfilm „Bild aus hundertausend Steinen“ (1959) festgehalten. Die folgenden Jahre sind gekennzeichnet von zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen, Studienreisen und dem Bekanntwerde Walter Womackas als Bildender Künstler.

1957und 1958 werden Arbeiten Womackas in Ausstellungen unter anderem im Staatlichen Lindenau-Museum in Altenburg, Leipzig, Berlin, Dresden und Moskau präsentiert. Neben Studienreisen nach Italien, Bulgarien und Ägypten (1958), fährt Womacka 1957 auch zum ersten Mal in die Sowjetunion, wo ihm im Rahmen der 6. Weltfestspiele von der „Internationalen Kunstausstellung“ eine Silbermedaille für sein Gemälde „Am Ende des Krieges“ verliehen wird.

1958 erhält Womacka den Kunstpreis der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft und ein Jahr später den Kunstpreis der DDR für das Gemälde „Rast bei der Ernte“.

1959 beginnt Womacka mit Studien für das Gemälde „Feldbaubrigade“ im Volksgut Buch bei Berlin, entwirft das Glasfenster der Marienquelle in Bad Elster und unternimmt eine weitere Studienreise, die ihn durch Wien, Ungarn und Jugoslawien abermals nach Bulgarien führt. Die Wahl des damals 34-jährigen Womackas zum Vizepräsidenten des Verbandes Bildender Künstler am Ende des Jahres – die Position bekleidet er bis 1988 –  verdeutlicht seine wachsende Bedeutung als Künstler der DDR.

1960 unternimmt Womacka zahlreiche Studienreisen unter anderem nach Griechenland, Jugoslawien und Bulgarien, wo er eine Ausstellung seiner Arbeiten in Sofia eröffnet; auch erhält er den Kunstpreis des FDGB. Im selben Jahr beginnt Womacka mit der Arbeit an den Entwürfen dreier Glasfenster für die Eingangshalle des Museums des antifaschistischen Befreiungskampfes der europäischen Völker im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen, die 1961 fertig gestellt werden und für die er 1962 den Nationalpreis verliehen bekommt.

1961 hält Womacka die erste Phase des Aufbaus des Berliner Stadtzentrums bildlich in zehn großformatigen Aquarellen und Gouachen fest. Sein Sommeraufenthalt in Loddin auf der Insel Usedom legt den Grundstein für den Aufbau seines dortigen Ateliers in den nachfolgenden Jahren.

 

 

 

1962 reist Womacka auf Einladung des Präsidenten Sukarno nach Indonesien. Seinen Aufenthalt in Java und auf Bali verarbeitet er künstlerisch in zahlreichen Zeichnungen, Aquarellen und Druckgrafiken, die im darauf folgenden Jahr im Ausstellungszentrum am Bahnhof Friedrichstraße präsentiert werden.

 

 

 

Neben der Arbeit an den Entwürfen für die Glasfenster der Berliner Humboldt-Universität und des Mosaikfries am Haus des Lehrers am Berliner Alexanderplatz entsteht 1962 auch sein wohl bekanntestes Werk – das Ölgemälde „Am Strand“.

 

 

 

1963 wird Walter Womacka zum Leiter der Abteilung Malerei der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee ernannt und wird mit der „Johannes-R.-Becher-Medaille“ des Deuschen Kulturbundes ausgezeichnet. Auch beginnt er 1963 mit den Entwurfsarbeiten für die Glasfenster des Treppenhauses im Amtssitz des Staatsrates der DDR.

1964 werden die Arbeiten am Haus des Lehrers und der Glasfensterwand im Amtssitz des Staatsrates der DDR beendet und Womacka reist für Studienzwecke nach Rumänien und Bulgarien.

 

 

 

 

1965 wird Womackas Entwurf des Mosaikbildes an der Magistrale in Eisenhüttenstadt ausgeführt. Womackas Ernennung zum Professor folgt die Auszeichnung mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold.

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